Wozu braucht man Stilleinlagen?

Waschbare Stilleinlagen BUCKO

Stilleinlagen, wie sie stillende Mütter mögen

Stilleinlagen dienen dazu, die eventuell auslaufende Milch aus den Brüsten der Mutter diskret aufzufangen. Besonders in den ersten Wochen der Stillzeit passiert es immer wieder, dass die junge Mutter quasi „ausläuft“. Milch tropft dabei unwillkürlich aus der Brust – manchmal reicht dafür schon das Schreien ihres Babys oder der Anblick eines anderen Säuglings und der Körper schüttet Hormone aus, welche die Milch zum fließen bringen. Nun wäre es verständlicherweise für die Frau sehr unangenehm, wenn in Folge dessen auf ihrem Shirt in  Brusthöhe zwei nasse Flecken prangen würden. Genau in diesen Situationen bewähren sich Stilleinlagen. Stilleinlagen sind als Einmalprodukte und als wieder verwendbare Exemplare erhältlich. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, welche wir uns im Folgenden mal etwas genauer ansehen möchten.

Einmal-Stilleinlagen

Stilleinlagen für stillende MütterVieles spricht für diese Form der Einlagen. Sie sind kleiner als waschbare Stilleinlagen und lassen sich auch unter engeren Shirts relativ unauffällig tragen. Im Inneren befindet sich ein saugfähiger Kern – ähnlich wie bei einer Wegwerf-Windel – welcher die auslaufende Milch sicher auffängt. Einmal-Stilleinlagen sind nach Gebrauch einfach über den Hausmüll zu entsorgen und die sowieso schon knappe Zeit der jungen Mutter wird nicht noch zusätzlich durch das Waschen der Stilleinlagen geschmälert. Besonders praktisch haben sich diese Einlagen auch für unterwegs erwiesen. Schnell getauscht, schnell entsorgt und keine weitere Arbeit damit! Trotz der ständigen Weiterentwicklung der Stilleinlagen kommen manche Frauen mit diesen Produkten nicht zurecht. Sie neigen im Gegensatz zu waschbaren Stilleinlagen eher dazu an der Brust „kleben“ zu bleiben und können wunde Brustwarzen noch zusätzlich reizen. Eine Ausnahme sind die Hydrogel-Stilleinlagen. Sie wirken schmerzlindernd und kühlend und werden steril verpackt angeboten. Mit rund 12 Euro für den 6-er Pack sind sie allerdings auch nicht gerade preiswert. Möchte man Einmal-Stilleinlagen verwenden so ist es ratsam, hier etwas zu experimentieren und verschiedene Anbieter zu testen.

Waschbare Stilleinlagen

Waschbare Stilleinlagen werden meist von Hebammen  empfohlen. Hier gibt es Modelle aus reiner Baumwolle oder aber Exemplare aus Wolle und Seide. Wiederverwendbare Stilleinlagen sind deutlich größer als Wegwerf-Einlagen, wodurch sie sich unter enger Bekleidung natürlich mehr abzeichnen. Reine Baumwolle schmiegt sich sehr gut an die Brust an und ist sehr saugfähig. Besonders zu Beginn der Stillzeit leiden viele Frauen an wunden, gereizten Brustwarzen. Das Saugen des Babys ist für die Brust noch sehr ungewohnt und jede Berührung der Warzen kann schmerzen. Hier haben sich Stillenlagen aus Wolle und Seide bewährt. Die reine Seide wirkt hautberuhigend und hilft, wunde Brustwarzen wieder zu regenerieren. Diese Einlagen werden von vielen Frauen als sehr angenehm empfunden. Im Vergleich zu den Einmal-Stilleinlagen sind sie mit ca. 20 Euro für den 3-er Pack relativ teuer, aber dafür werden auch nur wenige Exemplare benötigt. Mit 5 bis 6 Paar Stilleinlagen kommt man gut über die Stillzeit. Sie sind schnell mit einem Handwaschmittel durchgewaschen und trocknen rasch wieder. Bestehen die Stilleinlagen aus Wolle, so sollten Sie ein spezielles Wollwaschmittel zur Reinigung verwenden. Für welche Stilleinlagen Sie sich schlussendlich entscheiden, das ist wirklich Geschmackssache. Viele Frauen verwenden abwechselnd beide Modelle – für unterwegs die Einmalprodukte und für daheim die waschbare Variante. Im Laufe der Wochen können manche Frauen dann sogar ganz auf jegliche Stilleinlagen verzichten. Der Hormonhaushalt pendelt sich irgendwann ein und ein unbeabsichtigtes „auslaufen“ der Milch gehört dann der Vergangenheit an.

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